Im Jahre 2026 darf ich auf 35 Jahre Praxistätigkeit zurückblicken. In all diesen Jahren begleitet mich die klassische Homöopathie und ist für mich weit mehr als eine Heilmethode. Sie ist eine ganzheitliche Art, den Menschen zu betrachten – mit seiner persönlichen Geschichte, seinen individuellen Beschwerden, seinen Empfindungen und seiner eigenen Lebenssituation.
Dabei folge ich der genuinen, ursprünglichen Homöopathie, wie sie von Dr. Samuel Hahnemann begründet und von seinen Nachfolgern, Clemens von Bönninghausen, Maxwell Cyrus Boger sowie Adolph Lippe weiterentwickelt wurde und heute durch meinen aktuellen Lehrer André Saine vertreten und gelehrt wird. Es ist diese konsequente Rückbesinnung auf die ursprünglichen Prinzipien der Homöopathie die meine Arbeit prägt.
Die Ähnlichkeitsregel ist das Herzstück der Homöopathie: Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt.
Die besondere Herstellung homöopathischer Arzneimittel durch Verdünnen und Verschütteln beziehungsweise Verreiben gehört zu den grundlegenden Prinzipien der Homöopathie.
Durch die Prüfung am gesunden Menschen lernen wir die charakteristischen Wirkungen und Symptome eines Arzneimittels kennen. Diese Arzneimittelbilder bilden eine wichtige Grundlage, um das passende Mittel zu erkennen.
In der klassischen Homöopathie wird nur ein Heilmittel auf einmal gegeben, nämlich dasjenige welches am ähnlichsten zu den Beschwerden und Symptomen des Patienten passt. (Mittel mit mehr als einem Heilmittel, sogenannte "Komplexmittel", wie sie in Apotheken und Drogerien verkauft werden, widersprechen daher der klassischen Homöopathie und sollten gemieden werden). So kann die Reaktion auf das Heilmittel aufmerksam beobachtet und verfolgt werden.
In der Homöopathie steht der Mensch im Mittelpunkt. Nicht die Krankheit als isoliertes Geschehen steht im Vordergrund, sondern der individuelle Mensch mit seiner persönlichen Geschichte, seinen Beschwerden, seinen Reaktionen auf äussere und innere Einflüsse sowie seiner aktuellen Lebenssituation. Ziel der homöopathischen Behandlung ist es nach diesem Verständnis, die gestörte Lebenskraft wieder ins Gleichgewicht zu bringen und dadurch die körpereigenen Selbstheilungskräfte zu unterstützen.